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Wladimir Kalanov - Wissen ist Macht
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M.W. Lomonossow sagte:

"... Derjenige Mathematiker ist nicht vernünftig genug, wenn er den Gotteswillen abgreifen will. Dermassen nicht vernünftig ist auch ein Theologielehrer, der denkt, dass man Astronomie und Chemie mit dem Psalmenbuch erlernen kann."

 

"... Wenn man etwas Gutes mit Mühe macht, so vergeht die Mühe und bleibt das Gute. Wenn man aber etwas Böses mit Labsal macht, so vergeht das Labsal und bleibt das Böse."

 

"... Ein Faulenzer in seiner schändlichen Ruhe ist dem unbeweglichen Sumpfwasser ähnlich, das nichts anderes erzeugt als den Gestank und die verächtlichen Nattern."

 

Maler A.D. Kiwschenko. «Lomonossow zeigt der Kaiserin Katharina II. in seinem Arbeitszimmer die eigenen Mosaikwerke». 1880.

«Lomonossow zeigt der Kaiserin Katharina II. in seinem Arbeitszimmer die eigenen Mosaikwerke»

 

    

    

 

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M.W. Lomonossow - der große russische Gelehrte.

© "Wissen ist Macht".

Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Tätigkeit von M.W. Lomonossow

Die Werke in der Astronomie und der Optik

M. W. Lomonossow ist als erster russischer Astrophysiker und hervorragender Wissenschaftler auf dem Gebiet der praktischen Astronomie in die Wissenschaftsgeschichte eingegangen. Er war der Organisator der wissenschaftlichen astronomischen Expeditionen und des astronomischen Gerätebaus. Die Grundwerke Lomonossows auf dem Gebiet der Astronomie entstanden in seinen letzten 10-12 Lebensjahren. Viele Bemühungen und Kräfte hat Lomonossow aufgewendet, um die Observation des Passierens von Venus über die Sonnenscheibe 1761 in der Petersburger Akademie der Wissenschaften zu organisieren. Von der größten Bedeutung war die Observation, die Lomonossow persönlich durchgeführt hatte. Er entdeckte die Atmosphäre  der Venus. Danach begann sich eine neue Richtung in der russischen Wissenschaft zu entwickeln, die die Natur von Planeten und Satelliten des Sonnensystems erforscht. Lomonossow hat also den Grundstein zur Astrophysik als Wissenschaft gelegt. Er unterstützte die Ansichten von Kopernikus über den heliozentrischen Bau des Sonnensystems und brachte sogar die Idee der Vielheit der Welten vor.

Die angewandte Optik

1756 wurde Lomonossows Arbeit "Das Wort über die Entstehung des Lichts, das eine neue Theorie über die Farben darstellt" gedruckt. Die Voraussichten des großen Gelehrten über die einheitliche Natur der Licht - und elektrischen Erscheinungen sowie der Wärmeausstrahlung, seine Gedanken über die elektrische Natur des Lichts, über die Existenz der Resonanz zwischen dem Licht und dem Stoff, d.h. alle Gedanken, die im "Wort über die Entstehung des Lichts" ausgesprochen wurden, fanden ihre glänzende Bestätigung und Entwicklung im 19. Jahrhundert.

Mehr als zehn Jahre lang, bis zum Ende seiner Tage konstruierte Lomonossow optische Geräte. Eines der berühmten optischen Geräte war das sogenannte Nachtfernrohr. Einige Exemplare dieses Rohres wurden den Expeditionen übergeben, die für das Auffinden des Nördlichen Seeweges ausgerüstet worden waren. Lomonossow hat auch ein originelles Periskop gebaut, das eine Vorrichtung für horizontale Betrachtungen besaß, so dass sich der Beobachter in einer Deckung befinden konnte. Lomonossow konstruierte auch viele andere optische Instrumente, z.B. ein neues Spiegelteleskop, ein verbessertes Mikroskop, ein Sternfotometer, einen Refraktor, ein Zweispiegelfernrohr u.a.

Viel Zeit und Mühen nahm seine Arbeit an der Entwicklung von neuen verbesserten Methoden der Orientierung auf hoher See in Anspruch. Der ehemalige Pomor Lomonossow, der viele gefährliche Hochseefahrten gemacht hatte und dessen Vater im Nördlichen Eismeer ertrunken war, kannte die Schwierigkeiten der mutigen Seefahrer sehr gut. Deshalb bemühte er sich mit der Erfindung von Geräten und Instrumenten so gut wie möglich zu helfen. In der Rede "Nachdenken über die große Genauigkeit des Seeweges", die Lomonossow an der Festsitzung der Akademie der Wissenschaften im Mai 1759 gehalten hatte, wurden die Ideen ausgesprochen, die die Wissenschaft des 18. Jahrhunderts um das ganze Jahrhundert überholt hatten. In bedeutendem Maße sind die Ideen auch heute noch aktuell. Nach Lomonossows Meinung, muss man für die Erhöhung der Genauigkeit der Orientierung auf See die astronomischen Observationen entwickeln. Dazu schlug Lomonossow neue Instrumente von origineller Konstruktion vor. Darüber hinaus brachte er das grandiose Projekt zur Bildung eines internationalen Forschungszentrums - der Seefahrtakademie vor. So groß war der Maßstab des wissenschaftlichen Denkens von Lomonossow.

Geologie und Mineralogie

Zur Entwicklung dieser Wissenschaften hat Lomonossow einen wichtigen Beitrag geleistet. Seine Ideen wurden von ihm in folgenden fundamentalen Werken dargelegt: "Das Wort über die Entstehung der Metalle durch das Erdbeben", "Die ersten Grundlagen der Metallurgie oder des Erzbergbaus" und zwei Beilagen dazu: "Über freie Luftbewegung" und "Über die Erdschichten" sowie in anderen Werken. Lomonossow hat den Mineralienkatalog der Kunstkammer der Akademie der Wissenschaften vorbereitet und redigiert. Der Katalog wurde 1745 veröffentlicht und erhielt mehr als dreitausend Muster von Erzen und Mineralien. In Lomonossows Werken in Geologie wurde die Evolutionstheorie klar formuliert, die allen Naturerscheinungen zugrunde liegt. Der große Gelehrte behauptet, die Geschichte unseres Planeten einen ständigen Evolutionsprozess darstelle, der qualitativ verschiedene Entwicklungsstufen durchmache. Lomonossow erforschte die Ursachen und natürliche Folgen der seismischen Katastrophen. Er machte den ersten Versuch in der Wissenschaftsgeschichte, die Tiefe des Herdes von Erdbeben zu bestimmen, d.h. die Dicke dessen abzuschätzen, was später die Benennung "Erdrinde" oder "Lytosphäre" erhalten hatte.

In der Arbeit "Über die Erdschichten" hatte sich Lomonossow den ernsten Aufgaben der Geologie gestellt und kam auf den Gedanken über mögliche gemeinsame Fundstätten von verschiedenen Mineralien. Er zeigte die Rolle der Organismen in der Entstehung des Torfs, der Steinkohle und des Erdöls. Lomonossow hat neue Fachwörter wie z. B. Atmosphäre, Erdachse, Gebirgsrücken, spezifisches Gewicht in die russische Sprache eingeführt.

Wichtige Ideen hat Lomonossow über den Bau der Kristalle und deren Natur dargelegt. Diese Ideen enthält hauptsächlich seine Dissertation "Über die Entstehung und die Natur des Salpeters". Er formulierte das Gesetz der Beständigkeit der Winkel von Kristallen für verschiedene kristalline Stoffe. Die Gedanken Lomonossows über die Natur der Kristalle wurden später (19. und 20. Jh.) völlig bestätigt.

Die Arbeit an die Erschließung der Naturschätzen Russlands

Der große Gelehrte sorgte sich um die Entwicklung der Produktivkräfte seines Landes. Er unterstrich mehrmals die besondere Bedeutung von Metallen. Im "Wort über den Nutzen der Chemie" machte er die Schlussfolgerung: "Keine Kunst und kein Handwerk können ohne einfache Ausnutzung der Metalle auskommen". Die Regierung Katharinas II. hat Lomonossows Ideen über die Erschließung der Naturschätze beachtet. Als Ergebnis erhielten alle privaten und staatlichen metallurgischen und metallbearbeitenden Unternehmen die Anordnung die Muster der Erzmineralien an die Adresse Lomonossows und des Bergkollegiums zu schicken. Der frühe Tod hat die wichtige Initiative des Gelehrten unterbrochen, aber auch nach seinem Ende sind zahlreiche Muster von Erzen und Mineralien in St. Petersburg eingetroffen. Das 1763 herausgegebene Buch von Lomonossow "Die ersten Grundlagen der Metallurgie oder Erzbergbaus" wurde zur wahren Enzyklopädie des Bergbaus und zur ersten Anleitung für einen ganzen Zyklus der Wissenschaften, die den Bergbau und die Metallurgie betreffen. Dieses Buch war für den Fortschritt des Bergbaus von großer theoretischer und praktischer Bedeutung.

Russische Gelehrte haben zu Ehren ihres großen Vorgängers einem gefundenen Mineral den Namen Lomonossowit gegeben.

Lomonossow beschrieb die damaligen Bergwerke und Methoden der Ausbeutung von Bodenschätzen. Gleichzeitig hat er neue Maschinen und Vorrichtungen für die Erleichterung der Arbeit von Bergleuten und für die Erhöhung der Arbeitsproduktivität vorgeschlagen. Neben den wichtigen Beschreibungen und den Verallgemeinerungen der Praxis von Schürf - und Förderungsarbeiten enthielten die Werke Lomonossows auf dem Gebiet des Bergbaus auch neue wissenschaftliche Theorien und Hypothesen. Die Ideen der ewigen Veränderlichkeit der Natur und der ständigen Entwicklung der Erde gehen durch alle wissenschaftlichen Werke Lomonossows. Seine These über die große Dauer der geologischen Zeiten unterscheidet sich prinzipiell von den fantastischen Behauptungen der sogenannten Schule der Katastrophisten, die in der geologischen Wissenschaft Westeuropas bis zum ersten Viertel des 19. Jh. herrschte.

Geographie und Meteorologie

In seinen Werken unterstrich Lomonossow mehrmals die große Bedeutung der geographischen Wissenschaft für das gesellschaftliche Leben. 1757 war Lomonossow beauftragt, das Geographiedepartement zu leiten. Für das Sammeln der geographischen und wirtschaftlichen Angaben wurde 1759 unter Beteiligung Lomonossows der Fragebogen "Geographische Anfragen" aufgestellt und an alle Gouvernements Russlands verschickt. Der Fragebogen enthielt dreißig Fragen betreffs der physikalischen und der wirtschaftlichen Geographie.  Das zeigte, wie umfassend Lomonossow die Aufgaben der geographischen Forschungen und Beschreibungen des Landes verstanden hatte. Die laut des Fragebogens an der Petersburger Akademie angekommenen Angaben wurden zur wichtigen Informationsquellen für die später von russischen Gelehrten und Fachleuten herausgegebenen wirtschaftlichen und geographischen Werke. Als Ergebnis der aktiven Arbeit von Lomonossow im Geographiedepartement wurden  neue verbesserte Landkarten vorbereitet und herausgegeben. Während der Forschungen über die hohen Luftschichten der Erdatmosphäre hat Lomonossow 1754 eine kleine Vorrichtung für das Heben von meteorologischen Geräten auf beträchtliche Höhen erfunden.

Seine Erfindung nannte er "aerodynamische Maschine". Diese "Maschine" wurde zum Urbild des gegenwärtigen Hubschraubers. Außerdem hat Lomonossow das Gerät für die Messung der Windstärke - das Anemometer erfunden. In seinem eigenen Observatorium führte Lomonossow von 1743 an systematische und allseitige Forschungen zur Erdatmosphäre durch. Große Bedeutung den meteorologischen Observationen und Prognosen beimessend, hielt Lomonossow es für notwendig, einen staatlichen Wetterdienst zu organisieren und das breite Netz der mit nötigen Geräten ausgerüsteten meteorologischen Stationen, d. h. der Wetterwarten und Observatorien zu schaffen. Die Werke Lomonossows in Geographie und Meteorologie enthalten die systematische Suche der Ursachen und des wechselseitigen Zusammenhangs von verschiedenen Naturerscheinungen. Mit dem Namen Lomonossow ist eine neue Entwicklungsstufe der Meteorologie verbunden. Auch auf diesem Gebiet überholte der große russische Gelehrte seine Zeit.

Erschließung des Nordens

Selbstverständlich bewegte den einstigen Pomoren ständig das Problem der Erschließung des Nördlichen Seeweges. In seinen Gedichten besang Lomonossow die Gestalt des "russischen Kolumbus' ".

Die Probleme der nördlichen polaren Meere betrachtet er in vielen seiner Werken wie z. B. "Nachdenken über die große Genauigkeit des Seeweges", "Nachdenken über den Ursprung der Eisberge in nördlichen Meeren" u. a. Sich auf eigene Werke stützend, beweist Lomonossow die Möglichkeit des nördlichen Seeweges und die Möglichkeit eines  "Durchganges über den Sibirischen Ozean nach Ostindien". Er schlägt das Projekt der Expedition über diese Route vor. Die Regierung von Katharina II. verstand die große Wichtigkeit des Projekts Lomonossows für die wirtschaftliche und politische Entwicklung Russlands. Im März 1764 erhielt das Admiralitätskollegium den Auftrag, das von Lomonossow ausgearbeitete Projekt zu verwirklichen. Als Kommandeur der künftigen Expedition wurde der erfahrene Seefahrer Tschitschagow ernannt. Lomonossow hat an der Ausrüstung der Expedition mit notwendigen Geräten und Instrumenten aktiv teilgenommen. Für die Marineoffiziere der Expedition verfasste Lomonossow eine Dienstvorschrift, die viele nützliche Anweisungen und Ratschläge enthielt. Es war ihm aber nicht beschieden, die Ergebnisse dieses großen Unternehmens zur Erschließung des Nördlichen Seeweges zu erfahren. Das Auslaufen der Expedition fand Ende 1765 statt, als Lomonossow nicht mehr am Leben war. Zweimal 1765 und 1766 versuchten die russischen Expeditionen, die hohen Breiten zu erreichen, wo nach der Vermutung von Lomonossow, die von schweren Eismassen freien Räume sein konnten. Alle beiden Versuche aber blieben erfolglos. Erst im 20. Jahrhundert erschlossen die russischen Polarforscher den Nördlichen Seeweg und verwandelten ihn in einen ständig funktionierenden Hauptwasserweg. Auch in dieser großen Sache sind die Arbeiten von Lomonossow zu einem wichtigen Markstein geworden. Einige der Gedanken des großen Gelehrten fanden in zwei Jahrhunderten ihre Bestätigung. 1762 hat Lomonossow das Bestehen von Inseln in der Mitte des Polarbeckens vorhergesagt, die auf die Richtung der Meeresströmungen eine merkliche Wirkung ausüben. Im Ergebnisvieljähriger Arbeit haben die Gelehrten der ehemaligen Sowjetunion den unterseeischen Gebirgsrücken entdeckt und erforscht. Der Gebirgsrücken steigt über den Ozeanboden auf 2,5 - 3 Kilometer und befindet sich ungefähr dort, wohin Lomonossow gezeigt hat. 1948 wurde diesem Gebirgsrücken der Name von Lomonossow gegeben.

Lomonossow hat die Vermutung ausgesprochen, dass neben dem Südpol ein Kontinent existieren sollte. Auch diese Vermutung bestätigte sich glänzend. Im ersten Viertel des 19. Jh. haben F. Bellinshausen und M. Lasarew, beide Seefahrer der russischen Marine, die Antarktis entdeckt.

 

>>>Lesen Sie weiter: Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Tätigkeit von M.W. Lomonossow. (Teil 9).

M.W. Lomonossow. Kinderjahre und erste Schritte zum Wissen Der Weg in die Wissenschaft [1 2 3] Die Marburger Studienzeit des russischen Universalgelehrten Michail Lomonossow Tätigkeit in der Petersburger Akademie der Wissenschaften Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Tätigkeit von M.W. Lomonossow [Physik und Chemie. Die Werke in der Astronomie und der Optik. Geologie und Mineralogie. Erschließung des Nordens. Die Arbeit an die Erschließung der Naturschätzen Russlands. Geschichte und Wirtschaft. Philologie, Literatur, Mosaikkunst.]

 
 
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